chit chat

Hallo zusammen!

Ich verfluche den Menschen, der sich ausgedacht hat, dass man für Geld arbeiten muss. Mein zweiwöchiger Heimaturlaub ist schon wieder vorbei und ich habe mich gefragt, was ich letztes Jahr eigentlich dort ganze drei Wochen getrieben habe. Letztes Jahr war ja so einiges etwas anders. Ich habe ca. 8 kg weniger gewogen (ja, ich habe zugenommen und ja, es ärgert mich), war extremst auf Partnersuche, war total verunsichert, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wollte so sehr jemanden, von dem ich die fehlende Orientierung bekam. Es konnte nicht schnell genug gehen, ich wollte ja schließlich auch Kinder und bin nicht mehr die Jüngste. Es sind noch 151 Tage bis zu meinem 30. Geburtstag, ich habe mir einen Countdown eingerichtet. Aber das war nur Spaß, denn der eigentliche Countdown zeigt 30 Tage bis ich nach New York fliege. Wirklich.

Ich habe viel darüber nachgedacht, wo ich sein möchte. Ich habe fast wöchentlich überlegt, ob ich nicht doch zu meinen Eltern ziehen sollte. Nach diesem Urlaub bin ich mir sicher, ich will es nicht. Ich mag meine Familie. Auch wenn sie so ihre Macken haben und ich sekündlich die Augen verdrehen könnte. Mir wäre das alles zu klein, zu eng. Zu wenig Möglichkeiten, zu wenig Freiheit, zu viel Kontrolle, auch wenn sie es nicht zugeben würden. („Kontrollieren? Wir? Wir wollen doch nur wissen, wo du bist und wann du wiederkommst!“) Ich wüsste ja gar nicht, was ich dort machen sollte. Alte (Schul-)Freunde sind nicht mehr da oder haben ihre eigenen Leben aufgebaut. Die Jugend, die noch vor Ort ist, beschäftigt sich ganz gut und kommt klar, aber für mich mir wäre das zu wenig. Viele haben ihre Meinungen festbetoniert und können und/oder wollen nicht differenziert nachdenken. Jede Geschichte hat zwei Seiten, ich habe aber den Eindruck, als wäre die andere Seite einfach uninteressant oder unerheblich für deren Leben. Mir kommt dort alles etwas eingeschränkt vor. Ob das nun gewachsen oder künstlich herbeigeführt ist, sei mal dahingestellt. Ich habe aber gemerkt, dass ich mit meinen Ansichten und Meinungen an Grenzen komme. Dass ich den Diskurs nicht anregen kann, sondern abgewiegelt werde. „Das ist halt so!“, „Ich bin so!“, „Was interessiert MICH das?“. Das macht mich wütend und traurig. Aber es macht es für mich auch einfacher eine Entscheidung zu treffen. Ich finde es schade, dass es so ist. Erst vor ein paar Tagen durfte ich mir anhören, dass meine Arbeit keine Arbeit ist. Auf Kids aufzupassen ist keine Arbeit. Ich stehe ja nur rum und schaue zu. Als ich versuchte zu erklären, dass es nicht so ist und was meine Arbeit umfasst, hieß es, solange nichts passiere, stehe ich ja nur rum. Na ja, solange keiner im Schwimmbad ertrinkt, sitzt der Bademeister auch nur rum. Und was mich am meisten ärgert, ist dass meine Arbeit keine Arbeit ist, nur weil sie körperlich nicht so anstrengend ist wie die Arbeit meines Gesprächspartners. Es ist keine ehrliche Arbeit, ich muss mich nicht anstrengen, ich mach mich nicht dreckig. Und außerdem ist es ja eine Frechheit, dass ich mehr verdiene (fürs Rumstehen und Zuschauen) und dann nicht mal Vollzeit arbeite.. -.-

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Schämst du dich nicht? Nicht mal ein bisschen?

Nö. Tu ich nicht. Es macht mich traurig, dass meine Arbeit abgewertet wird. Und weil wir uns in Deutschland und vor allem in meiner Familie sehr über die Arbeit definieren, fühle ich mich ungenügend. Wie kann ich nur zufrieden sein? Wie kann mir das reichen? Ich weiß, es ist keine Absicht. Sie wollen mich nicht verletzen, aber sie merken auch nicht, wenn sie es tun. Und wenn ich dann böse werde und gereizt reagiere, dann bin ich eine Furie und reagiere über. Ich verstehe es nicht. Ich beginne mich zu hinterfragen. Bin ich echt so schlimm? Warum fällt es mir so schwer, mich einzubringen? Wieso komme ich mit den Leute nicht klar? Liegt es an mir? Wie kann ich mehr erreichen? Was kann ich noch machen? A propos..

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Die meiste Zeit weiß ich, dass es nicht an mir liegt. Dass es Menschen gibt, mit denen passt es einfach nicht. Dass es nicht schlimm ist. Dass ich stolz sein kann auf das, was ich erreicht habe und dass das ne ganze Menge ist. Die meiste Zeit, ja. Aber in den stillen Momenten, wenn mal wieder was nicht so gut gelaufen ist, wenn etwas nicht klappt, wenn er nicht antwortet, wenn sie nicht über meinen Witz lachen…

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Ich weiß, mich sollte das nicht belasten. Ich sollte mich mit guten Gedanken beschäftigen, mit Menschen, die ich mag und die mich mögen, die mich motivieren. Ich sollte die Gedanken ziehen lassen und nach vorn schauen. Die meiste Zeit klappt das auch ziemlich gut. Oft denke ich mir: „Dann halt nicht..!“ Das klappt leider nicht immer. Und überhaupt finde ich es unheimlich schwer herauszufinden, was ich will. Und wenn ich es dann mal weiß, dann frage ich mich, warum ich genau das will. Und da wird es schwierig. Will ich es, weil ich es für mich will, weil es mir wichtig ist, weil ich ohne nicht könnte? Oder will ich es, weil ich einfach irgendwas will? Weil ich es fürs Ego will, weil ich nicht zulassen kann, es nicht zu haben? Und was genau ist da eigentlich der Unterschied? Das macht mich echt wahnsinnig. Manchmal erkenne ich auch, wenn mein Ego gekränkt wurde. Ich könnte es nach dieser Einsicht auch einfach gut sein lassen, aber wenn es mir direkt vor meiner Nase sitzt, dann wurmt es mich und ich kann es nicht lassen. Und am Ende passiert eh das, was ich schon erwartet habe und es enttäuscht mich. Es wäre schön, mal überrascht zu werden..

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Insgesamt muss ich hier noch klarstellen, dass ich die zwei Wochen Urlaub sehr genossen habe. Für mich ist es immer wieder schön zu meinen Eltern zu kommen, Zeit mit ihnen und meinem Bruder zu verbringen, Verwandte und Freunde zu treffen und die Seele baumeln zu lassen. Es ist klasse, die Arbeit und Sorgen vergessen zu können. Es ist auch immer wieder toll, dass mein Dad mit mir viele Ausflüge macht und wir zusammen Thüringen erkunden. ♥ Das alles sind nur Eindrücke. Sie müssen nicht stimmen, ich kann mich auch täuschen. Es hat mich einfach beschäftigt. Und das wird es sicher auch noch ne Weile 🙂 Am Ende wird alles gut. Und wenn nicht hier, dann eben woanders!

Ach, was soll ich noch sagen.. Sollte ich mich entspannen? Sollte ich nicht so viel nachdenken? Sollte ich Dinge passieren lassen? Geht es euch denn auch manchmal so? Bin ich verrückt? 😛

Hilfe!

_STEF

21 thoughts on “chit chat

  1. Bei ‚Das ist halt so‘ könnte ich auch ausrasten. ‚So bin ich eben‘ ist auch so eine Entschuldigung für Faulheit oder mieses Benehmen. :s

    Ich bin noch ein paar Jahre weg von der 30, die uns wohl irgendwie als deutlich älter und gesettled markieren soll.. So hört man zumindest. o.ô

    ‚Denk nicht so viel nach.‘ Ich habe immer so meine Probleme mit dem Statement. Über Dinge zu reflektieren ist gut gegen Ignoranz, oft notwendig um kein weiterer Mitläufer zu werden.
    Dann Wünsche und Meinungen vllt auch mal revidieren, denn manche Entscheidungen oder Situationen sind eben nicht leicht zu lösen.. deshalb ich das *Nachdenken* ja nicht schlecht. Und zuletzt gibt es einen großen Unterschied zwischen sich sorgen und nachdenken. Verstehen manche nicht. -.-

    Die heutige Selbstdefinition über unsere Arbeit finde ich eine traurige Sache.. kann mich selbst aber nicht davon ausnehmen.
    Alle sollen brav im Hamsterrad laufen, stets beschäftigt sein, Steuern zahlen, konsumieren. Am besten von 15 bis zum Tod.
    In der Intensität ist es imho eine neue Entwicklung, die halb religiöse Verehrung des Begriffs Arbeit.. Haushalt und Kind großziehen sind angeblich nicht wertig genug, mindestens ein Halbtagsjob muss also gemacht werden, denn fehlt die Einkommenssteuer, fehlt naturgemäß auch die ‚Erfüllung‘ im Leben. *sarkasmus*
    So zumindest scheint mir der gesellschaftliche Konsens.
    ‚Ich bin so im Stress!‘ als Ausdruck der Wertigkeit als Person. Auszehrendes Abrackern als Heldentat, wenn man Steuerbescheide über fiktives Geld von links nach rechts schiebt.

    Dabei gibt es so viele Menschen, man sieht sie nur schwer, die krank sind oder aus ähnlichen Gründen nicht ‚arbeiten‘, sondern genug Arbeit damit haben, einigermaßen zu überleben und klarzukommen. Oder sich um ihre Lieben zu kümmern, einfach so, umsonst.

    Wenn schon der wirklich wichtige, verantwortungsträchtige Job, auf den Nachwuchs von anderen aufzupassen, für viele ’nicht genug wert‘ ist, fangen wir gar nicht erst von kranken oder behinderten Menschen an.

    Mir geht so viel zu den Themen die du ansprichst durch den Kopf. Anyway, ich wünsche dir erstmal ganz simpel viele zufriedene Momente und wenig dumme Menschen. ^^

    LG

    1. Da sprichst du so vieles an, über das ich auch oft nachdenke.. Ich habe mich auch gefragt, ob diese Arbeitswut die „Ossi-Mentalität“ ist, aber anscheinend scheint es überall so zu sein.
      Es ist ja richtig, dass wir durch Erziehung und Prägung viele Werte und Einstellungen mitkriegen, aber irgendwann kann ich mich nicht mehr ausruhen auf dem „Ich wurde so erzogen!“, irgendwann kann ich auch mal drüber nachdenken, ob ich das 10, 15, 20 Jahre später auch noch so vertreten will oder nicht. Ich kann mal drüber nachdenken, ob ich es nicht vielleicht doch etwas anders sehe.. Und ganz ehrlich, wir ändern uns eigentlich ständig. Wir machen Aussagen, haben Vorlieben, die wir Jahre oder sogar auch Monate später revidieren oder aufgeben. So ist das eben. Stillstand ist der Tod!
      Danke für deinen tollen Kommentar, ich fühl‘ mich verstanden 🙂

  2. Hahahaha. Auf Kinder „aufpassen“ sei keine Arbeit? Gerade Erzieher o.ä. sind oder können heute massgeblich für die Sozialisation eines Kindes sein. In Japan z.B. werden Kindergärtner angesprochen wie z.B. Lehrer, Dozenten oder Ärzte (mit dem Suffix „Sensei“). Weil dort vielen bewusst ist, wie wichtig und vor allem wie viel Feingefühl so ein Job ist und benötigt.

    Ich finde es um ehrlich zu sein absolut nicht schlimm, wenn man auch mal die „schlechten“ Gedanken an sich ran lässt. Wie soll man sonst reflektiert über sich nachdenken, sich „verbessern“? Das macht nicht immer Spaß, aber ich fänd’s auch immer komisch wenn alle stets nur Happy sind.

    Lass dich nicht unterkriegen, irgendwo sind immer Leute denen du es wert bist und die es dir wert sind und den Rest kann man wohl einfach auf sich zukommen lassen (sagte die 21 Jährige, ohne Plan vom Leben :D).

    <3<3<3

    1. Ich versuche schon länger durchzusetzen, mit Fr. Dr. Löffler angesprochen zu werden, aber niemand macht mit 🙁 😛
      Mein Argument war ja auch, ich erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Kids später vielleicht nicht von Hartz IV leben müssen. Ich sozialisiere, lebe vor, gebe Anregungen, korrigiere Verhalten, setze Grenzen, biete Raum zur Entfaltung, beteilige mich an der Entwicklung zum mündigen Bürger.. Ich sollte viel mehr bezahlt kriegen! haha
      Danke liebe 21jährige für deine Worte. Und bitte, wer sagt dir denn, du hast keinen Plan vom Leben? 21 ist ein großartiges Alter. Studienzeit und so, genieß es!
      <3 <3 <3

  3. Hach je, wenn einem Leute erzählen, dass die eigene Arbeit ja gar nichts „Richtiges“ ist, ist das doch immer wieder schön… Manchmal frage ich mich, ob denn da nicht auch der Neid mitschwingt – die würden doch sicher auch gerne „nur fürs Rumstehen“ bezahlt werden – aber tauschen will sicher keiner, oder 😉 Bei vielen Jobs weiß man halt auch einfach nicht, was wirklich dahintersteckt und glaubt, dass nur das, was man prototypisch kennt, die ganze Arbeit ausmacht (Lehrer müssen ja auch nur von 8 bis 12 in der Schule sein, nicht wahr?). Und manchmal muss man auch einfach einsehen, dass Hopfen und Malz verloren sind und manche Menschen es nicht kapieren wollen…

    Aber ich finde auch, dass es gar nicht so schlecht ist, sich mal seine Gedanken zu machen – auch wenn die nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen sind, nur so kommt man (persönlich und für sich selbst) irgendwie weiter. Wichtig ist doch, dass man mit dem, was man tut zufrieden ist und sich nicht selbst vorwerfen muss, nicht das zu tun, was man gerne macht. Sich da unabhängig von anderen Wertungen machen, ist gar nicht so leicht (und ich glaube, wenn es niemanden mehr gäbe, der auf die Zwerge aufpasst, fänden das auch alle ziemlich doof) und das muss man sich auch immer wieder bewusst machen. Ich bin also definitiv pro nachdenken, aber auch pro entspannen 🙂

    P.S. Und mit 30 ändert sich absolut alles!!! Nicht.

    1. Vielleicht ist es der Neid. Vielleicht hatte er auch nur einen schlechten Tag. Es ist im Grunde schon etwas unfair, wenn ich für drei Tage Arbeit/Woche an einem festen Ort genau so viel verdiene wie jemand in der Landwirtschaft, der dafür 40h/Woche arbeiten muss, bis spät abends, auch an Wochenenden, den ganzen Tag unterwegs, körperlich anstrengend. Sicher. Aber ich hab mir das ja nicht ausgedacht und ich finde es auch unfair und bin der Meinung, die sollten mehr verdienen. So viele Arbeitsgruppen haben so viel mehr Lohn verdient!
      Ich finde auch, man sollte keine Chance auslassen, wachsen zu können. Ich habe auch mit meiner Mom gesprochen, sie hatte den Beitrag auch gelesen. Sie hat mir ihre Perspektive geschildert und das war auch sehr interessant. Anscheinend ist Kommunikation doch alles 😛

        1. 😛 Na ja, sie sagte, sie habe den Eindruck, ich wolle mit meinem Studium angeben und dadurch die Nicht-Studierten vorführen. Will ich ja gar nicht, hab ich ihr auch gesagt. Aber ist schon gut, auch mal die andere Seite zu hören 🙂

  4. es ist normal sich Gedanken zu machen. Da kann man sich noch so alles schön reden und noch so aufbauende Sachen von Freunden und Bekannten außerhalb hören…
    Aber natürlich krübeln wir alle mal. Natürlich fühlen wir uns alle mal ungenügend. Das ist sicher oftmals abhängig von der jeweiligen Situation. Bin ich gezwungen mich gerade mit irgendjemanden oder irgendetwas zu vergleichen oder eben nicht?

    Freunde bei denen du dich wohlfühlst, lassen dich nicht zweifeln, wenn sie dann aber mit frischen Nachwuchs vor deiner Nase rumwedeln wird dir bewusst was sie haben und du noch nicht. Genauso die Familie. Das kann wunderbar harmonisch sein, aber wenn sie dann eben Vergleiche anstellen oder dein Leben hinterfragen ist plötzlich nicht mehr alles bunt und schön. Ich finde das normal und da muss man auch nicht sagen „nimm dir das nicht so zu Herzen, du bist toll!“.
    Das sollte außer Frage stehen – ist aber eben nicht rational. Wir haben nun mal Gefühle und können auch verletzt werden.
    Wir dürfen zweifeln, wir dürfen unsicher sein, wir dürfen eben nur nicht zulassen, dass dies irgendwann unseren Alltag bestimmt. Weshalb ich es gut finde, dass du entschieden hast nicht zu deiner Familie zu ziehen. Der gelegentliche Abstand hilft uns uns wieder auf uns selbst zu konzentrieren und plötzlich wird einem wieder bewusst, dass man sich nicht verbiegen muss, wenn man doch selbst glücklich ist.

    Denn mal ehrlich – man kann immer nach Höherem streben. Daran ist ja prinzipiell nichts schlecht. Aber wenn es bei dieser Ambition hauptsächlich darum geht, dass man anderen gerecht werden muss, statt sich selbst, dann wird man ja nie fertig werden, mit dem Nach-oben-streben. Denn es wir immer Leute geben die einen anzweifeln, immer Leute geben, die besser, erfolgreicher sind oder ‚wichtigere‘ Jobs haben. Wer sagt einem dann das man aufhören kann? Das man nun zufrieden sein darf? Niemand außer einem selbst. Also hoffe ich, dass dich diese Gedanken nicht auffressen. 🙂
    Knutscher an dich.

  5. Ach, Stef!

    Mach, was dir gut tut und sich für dich gut anfühlt!
    Das alleine zählt!
    …& bitte keine Zweifel deinen Beruf betreffend!
    Als ich während des Studiums meinem Vater mal von meinem Job in einer WG für schwerst psychisch Kranke erzählt habe, hat er gemeint, ich soll schauen, dass ich da ganz schnell weg komme…
    Mein Fazit: Ich habe ihm nie wieder von meiner Arbeit erzählt 😀

    (…& trotzdem habe ich dort nach einem halben Jahr gekündigt, weil ich mich im wahrsten Sinn des Wortes nicht sicher gefühlt habe…aber das ist Nebensache 😉

    Alles Liebe,
    ulli ks

    1. Meine Eltern glauben bis heute ich hätte Psychologie studiert.. weshalb auch immer 😛
      Ich erzähl schon fast nix mehr, weil’s ja eh nur belächelt wird irgendwie :/

  6. Hallo Stef,

    ich glaube solche Phasen hat jeder in seinem Leben, an denen man alles hinterfragt, ob es passt oder nicht. Und dann kommen auch wieder die Zeiten in dem man alles toll findet. Selbstbewusst durch leben geht, in denen man sich einfach richtig gut fühlt.
    Ich möchte Deinen Job nicht machen. Auf anderen Leute Kinder aufzupassen finde ich schon ganz schön anstrengend. Schon alleine die Geräuschkulisse, und dann noch die lieben Eltern. Da lass Dir mal nicht reinreden, von wegen das ist keine richtige Arbeit. Die Verantwortung, die Du dort übernehmen musst, ist nicht zu unterschätzen.
    Ich sitze den ganzen Tag im Büro. Da gibt es jede Menge Leute, die auch meinen, man sitzt ja eh nur rum. Inzwischen ist mir das aber auch egal.
    Aber ich glaube, Du bist eine starke Frau und weißt Deine Leistung einzuschätzen.

    Liebe Grüße Kerstin

    1. Ach Kerstin, lieben Dank für deinen Kommentar! <3
      Menschen sind komisch, wohl wahr 😀 Gott sei Dank nicht alle. Menschen sind aber auch unterschiedlich und wir sollten doch einfach mal alle machen lassen, was sie so wollen und was sie glücklich macht. Das wäre so schön!

  7. Hey liebe Stef, habe gerade deinen Beitrag gelesen und sofort mein „altes Ich“ erkannt. Ich kann dich genau verstehen und fühle mir aus der Seele gesprochen. Ich möchte jetzt gar nicht lange drumherum reden, aber ja, das Wichtigste ist es, dein Ding zu machen, dein Leben zu leben, welches du magst, den Job zu machen, den du magst und dich mit den Leuten abzugeben, die dir gut tun. Es ist wichtig, dass man zu sich selbst findet – keiner kann einem da eine Orientierung sein, man muss mit sich selbst alleine glücklich und zufrieden sein, dann kann man es auch mit anderen sein. Auf dieses Level zu kommen, ist ein langer und schwieriger Prozess, aber das ist es wert. Das mit dem „nach Hause“ kommen, kenne ich. Bin ja auch von dem Dorf in die Stadt gezogen, und fühle mich mittlerweile außerhalb meiner Familie sehr fremd in der Heimat – ich könnte wohl auch nicht mehr zurück und meine Freunde sind sowieso überall verteilt. Aber so ist das im Leben. Mach dein Ding! LG Sandri

    1. Du hast so recht! Das mache ich jetzt auch. Und ich muss sagen, es geht mir schon viel besser, weil ich hier einfach wieder viel mehr angekommen bin. In meinem eigenen Leben, das vollkommen mir gehört!
      Danke <3

  8. Ach Du, wenn’s Dich beruhigt (oder wahrscheinlich eher nicht XD), ich werd jetzt dann 32 und hab immer noch keinen Plan in meinem Leben *args* Wobei das glaub wenig mit dem Alter zu tu hat (warum wird immer erwartet, dass man ab nem gewissen Alter weiß was man will, bzw. dass man dann einfach „im Leben steht“. Find ich doof…).
    Und ey, ich bewunder Leute in sozialen Berufen!! N Bekannter von mir ist Sozialarbeiter gewesen und schafft jetzt in dem Jugendhaus, in dem er quasi groß geworden ist XD. Mein Brüderchen ist seit ein paar Wochen fertig gelernte Heilerziehungspfleger (und geht jetzt erst mal nach Australien, der Sack XD). Ich bewunder JEDEN, der mit anderen Leute zusammen arbeitet in dem Sinne, dass er veranwortlich für diese ist. Ich mein, von diesen Leuten hängt unsere Zukunft (Kinder) und unsere Vergangenheit (Ältere) ab. Wer weiß was manche Leute machen würden, wenn sie nicht in unserem sozialen Netzwerk aufgefangen würden?
    Klar, andere Berufe sind definitiv unterbezahlt. Keine Frage. Aber das kann man manchmal einfach nicht vergleichen. Äpfel und Birnen sag ich dazu nur (frag mal dazu den Bauern XD).
    Punkt ist aber auch einfach: man kann es nie allen recht machen. Ich hab das schon lang aufgegeben. Hab aber auch Glück, dass meine Family vielleicht nicht immer alles toll findet, was ich tue, aber trotzdem immer für mich da ist. Meine Eltern haben durchaus das Recht zu sagen, wenn sie was doof finden. Höre ja auch zu, aber dann entscheide immer noch ich, was ich damit mache.
    Ich muß es nur mir selber recht machen im Endeffekt. Und das ist manchmal auch verdammt schwierig. Aber andererseits… was soll ich tun, wenn mir die zündende Idee für meine Zukunft noch nicht gekommen ist? Solang wurschtel ich mich halt irgendwie durch. Soland ich n Dach übern Kopf hab, was zu Essen und genug soziale Kontakte (und Nagellack *Haha*) ist alles nicht so wild.
    Ich find es ja viel wichtiger, mit sich selbst und seinem Leben im Gesamten zufrieden zu sein, als irgendeinen superfancypancy Job zu haben, oder n Ferrari oder so ^^.
    Und jetzt weiß ich gar nicht, ob ich nicht total vom Thema abgewichen bin…

    Lass Dir aber gesagt sein, dass Du a) mit der Hirnfickerei nicht alleine bist, und b) andere Leute auch nicht viel mehr Plan haben.
    Wenn ich erzähl, was ich arbeite, denken auch alle, ich drehe alten Omas am Telefon Heizdecken an. Nein. Ich drehe Leuten in Laboren Messtechnikgeräte an. Oder so. Nicht. Call-Center ist halt nicht gleich Call-Center. Und ich muß sagen, dass ich durchaus stolz bin, dass ich als abgebrochender Geisteswissenschaftler den ganzen Technik-, Chemie- und Physikkram halbwegs blicke (aber mehr wie halbwegs muß ich auch nicht, zum Glück…) und meist auch verstehe, was die am anderen Ende der Leitung von mir wollen (und wenn nicht, dann weiß ich, wen ich fragen muß XD).
    Kein Job, den ich den Rest meines Lebens machen werde (auch weil ich bestimmt nicht reich werde, reicht halt. Aber schaff auch nur Teilzeit). Aber immer noch besser als nix, sag ich mal so. Und ich hab schon erheblich schlimmere Jobs gehabt.

    Ahm.
    Es ist zu spät, ich sollte ins Bett (muß aber noch Nagelfotos machen schnell XD). Ich entschuldige mich für eventuellen Quatsch, den ich geschrieben hab *hihi*
    Liebste Grüße!

    1. Danke liebe Nyxx für deine Worte! Das beruhigt mich ungemein 🙂
      Was du ansprichst, ist auch genau der Punkt: was wir aktuell tun, tun wir vermutlich nicht für die nächsten 40 Jahre, so wie das früher mal war. Heutzutage können wir uns fast aussuchen, was wir gern machen würden und vor allem wie lange wir es tun möchten. Und wenn es uns gerade glücklich macht, oder uns liegt bzw. passt, warum dann also nicht? Soll doch jeder machen, was ihn glücklich macht. So! 🙂
      Ich finde es wichtig sich über sowas zu unterhalten und sich auszutauschen, aber am Ende macht jeder sowieso was er will und das ist auch genau richtig so
      <3

Und jetzt du :)